Ein echtes Highlight zum Auftakt: HSV in Lehnerz

Ein echtes Highlight zum Auftakt: HSV in Lehnerz

Hessenliga – (fs) – www.osthesn-sport.de

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Mit einem hochinteressanten Derby geht der TSV Lehnerz in sein erstes Spiel in der Fußball-Hessenliga – der Hünfelder SV ist der „Stargast“ bei der Premiere. Aufgrund der Hitze wurde der Anpfiff am Samstag mittlerweile auf 18 Uhr verlegt, die Vorfreude auf den Saisonstart ist bei beiden Trainern dennoch riesig. „Das war eine sinnvolle Entscheidung, es ist einfach zu warm, auch und gerade für die Zuschauer. Da sonst nicht viel ist, kommen hoffentlich um die 2000 Zuschauer“, kommentiert Lehnerz‘ Trainer Henry Lesser die zeitliche Verschiebung. Mit dem Stand der Vorbereitung seiner neuformierten Truppe – immerhin holte der TSV neun Neuzugänge – ist der Ex-Profi zufrieden: „Wir haben gut trainiert, auch wenn noch etwas die Spritzigkeit fehlt – aber das geht ja nicht nur uns so. Wir freuen uns drauf, dass es losgeht und es ist schön, dass wir gleich mit einem Derby starten.“ Komplett umkrempeln wird Lesser die Startelf verglichen mit der Vorsaison jedoch nicht: „Das System bleibt, wir sind einfach eingespielt. Die Jungs, die neu sind, müssen sich da stellenweise noch etwas einfinden, aber das wird noch. Zum Pokalfinale gegen Flieden wird sich da nicht gravierend viel ändern.“ Dort vertraute er größtenteils der mehr als erfolgreichen Vorjahreself: Bis auf Keeper Benedikt Kaiser rückten mit Innenverteidiger Sebastian Bartel und Stürmer Dominik Rummel nur zwei Neuzugänge in die Startelf. Obwohl Lehnerz der Neuling in der Liga ist, will Lesser die taktische Marschroute nicht ändern: „Wir gehen da wie jedes Heimspiel rein: Wir wollen Fußball spielen, egal gegen wen. Wir werden von unserer Art zu spielen, nicht abrücken.“

Sprich, die Lehnerzer agieren auch gegen Hünfeld im altbewährten 4-2-3-1-System. Im gleichen System wird auch der HSV antreten, wie Neu-Trainer Dominik Weber ankündigt: „Die Jungs kennen das System und wissen, wie sie zu spielen haben. Warum sollte ich daran etwas ändern? Ich weiß, wie Henry spielen lässt und was seine Schwerpunkte sind, aber letztendlich spielen die Spieler auf dem Platz, da spielt es keine Rolle, wie gut ich den Henry kenne oder dass wir uns deren System anpassen.“ Die Vorbereitung verlief auch in Hünfeld zur vollsten Zufriedenheit des Trainers, am Dienstagabend versammelte er erstmals den gesamten 20er-Kader im Training: „Wir haben einen guten Fitnessstand, da ist jeder in der Lage, über 90 Minuten zu gehen. Ich habe jetzt die Qual der Wahl, das gibt mir verschiedene Möglichkeiten“, erläutert Weber. Für Neuzugang und Rückkehrer „Johnny“ Helmke wird wegen Trainingsrückstands ein Einsatz jedoch ebenso zu früh kommen wie für die Rekonvaleszenten Oliver Krenzer und Kevin Krieger. Neuzugang Sebastian Alles ist jedoch fit und steht Gewehr bei Fuß. Nach Lehnerz trifft der HSV in der kommenden Woche bereits auf Flieden, was für Weber jedoch kein Nachteil ist: „Da müssen wir gleich Vollgas geben, da gibt es kein Taktieren. Aber wir sind für Samstag gut auf- und eingestellt und haben unsere Hausaufgaben gemacht. Alles weitere wird man sehen, wenn das Spiel läuft.“ Die Kapitänsbinde wird übrigens Niclas Rehm übernehmen, ihn vertreten Sebastian Gensler und Dennis Müller. „Niclas hat eine super Entwicklung genommen und ist zum Führungsspieler gereift. Er hat jetzt über 120 Hessenligaeinsätze mit 24 Jahren und ist im Team voll akzeptiert. Er wird die Aufgabe so gut ausfüllen wie der Kapitän der vergangenen Jahre auch“, schmunzelt der 33-Jährige, der selbst jahrelang HSV-Kapitän war.

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