Ein Punkt für den HSV war drin

Ein Punkt für den HSV war drin

 

von Ralph Kraus,www.torgranate.de

Es kam wie erwartet: Der Hünfelder SV hat sein Auswärtsspiel der Hessenliga beim 1. FC Eschborn verloren. 2:1 (1:0) hieß auf der Heinrich-Graf-Sportanlage letztlich für den Favoriten.

Allerdings muss sich der HSV ärgern. Denn mit etwas mehr Konzentration wäre durchaus ein Punkt drin gewesen. Dazu kam Pech, dass ein Kopfball von Steffen Witzel noch von der Linie gekratzt wurde (83.). Das wäre das 2:2 gewesen.

Aber der Reihe nach: HSV-Trainer Dominik Weber hatte sein Team im Vergleich zum 0:1 gegen Alzenau auf zwei Positionen leicht verändert. Teils freiwillig (schöpferische Pause für Dennis Müller), teils gezwingener Maßen (Rotssperre von Kevin Krieger). Für die beiden rückte die „Bubi-Offensive“ nach: Maurus Klüber spielte im  obligatorischen 4-3-2-1 die einzige Spitze, Sebastian Alles spielte in der zentralen Position dahinter.

„Lange die Null halten und möglichst wenig zulassen.“ So lautete die Marschroute, die Weber vorgab. Sein Team setzte das gut um. Außer zwei halbwegs gefährlichen Schüssen von Hillmann (2.) und Geschwendner (7.), die für Dennis Theisenroth keine wirklich ernste Gefahr bedeuteten, passierte nichts – bis auf eine Szene in der 27. Minute, die letztlich wohl spielentscheidend war.

Das 1:0 fiel mitten in eine Phase, als sich Hünfeld erstmals Richtung Tor des Ex-Regionalligisten wagte. Warum sich der HSV beim Ballverlust im Mittelfeld aber derart auskontern ließ wie die berühmte „Schülermannschaft“, bleibt schleierhaft. Fakt ist, das Torschütze Hilser von der Mittellinie alleine auf Dennis Theisenroth zulaufen konnte und den Ball unter dem Hünfelder Keeper durch schob.

Direkt nach der Pause dann der Schock: Über die linke Abwehrseite des HSV kam eine Eschborner Flanke an den langen Pfosten. Von dort köpfte Kevin Hillmann den Ball in die Gefahrenzone und Velimir Velibor hatte keinerlei Mühe mehr aus Nahdistanz einzudrücken.

Hünfeld steckte nach dem 2:0 aber nie auf und hatte die erste ernste Möglichkeit durch Christoph Neidhardt, der FCE-Schlussmann Saula zu einer guten Parade zwang (56.). Klar hatte Eschborn nun zwei, drei Möglichkeiten zum dritten Tor, aber Witzels Chance hätte auch großen Hünfelder Jubel auslösen können.

Fazit: Der neutralle Zuschauer sah einen verdienten Sieger, der HSV-Fan eine unglückliche Niederlage. Sebastian Alles bekam nach einer knappen Stunde einen Tritt im Mittefeld ab und musste verletzt vom Feld.fb-sl-eschborn-08-2013-2

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