Gruppenliga – Sven Bednareks Rückkehr ist „Business as usual“

Gruppenliga – Sven Bednareks Rückkehr ist „Business as usual“

Hünfeld (jg) – Neun lange Jahre war Sven Bednarek Coach beim Hünfelder SV: Erst trainierte er drei Jahre lang die B-Junioren, danach sechs Jahre die zweite Mannschaft. Am Sonntag steht gegen eben jene Zweite die erste Rückkehr in die Rhönkampfbahn an. Vor der Saison tauschte Bednarek den blauen Trainingsanzug Hünfelds gegen den grünen von Bachrain. Das Gruppenligaspiel soll um 14 Uhr auf Kunstrasen angepfiffen werden.

 „Ich fahre die Landerneau-Allee tiefenentspannt runter und nachher auch wieder hoch“, blickt Bednarek dem Spiel völlig unaufgeregt entgegen, das keine 200 Meter Luftlinie von seiner Wohnung angepfiffen wird. Der 41-Jährige gilt als sehr emotionaler Coach, blickt dem Spiel aber dennoch nüchtern entgegen: „Wenn es etwas früher gewesen wäre, wäre es vielleicht anders gewesen. Aber ich bin jetzt schon ein gutes halbes Jahr in Bachrain und fühle mich wohl dort. Das ist eben Business as usual.“ Erinnerungen kommen aber trotzdem hoch: „Einerseits der Klassenerhalt in der vergangenen Saison aus der fast ausweglosen Situation und andererseits die Meisterschaft in der Gruppenliga. Aber der Klassenerhalt in der Verbandsliga war auch nicht so schlecht.“ Übrigens kehrt nicht nur Bednarek auf Gästeseite zurück in die Haunestadt: Tim Stenger, Hannes Ohneiser und Benjamin Rancke brennen bereits auf das Spiel gegen den Ex-Verein.

Für Bachrain wird es auch gegen Spieler wie Julian Rohde, Andre van Leeuwen, Oliver Krenzer oder Lukas Budenz gehen, die über Bednarek den Sprung in den Hessenligakader geschafft haben, aber auch des Öfteren in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen: „Ich gucke denen ja immer gerne zu, aber wenn es dann gegen mich selbst geht, habe ich schon gemischte Gefühle. Ich weiß ja, was sie können.“ Was die Hünfelder können, zeigten die beim 4:1-Hinspielsieg: „Das war unsere schwärzeste Stunde in dieser Saison“, weiß Bednarek und brennt auf Wiedergutmachung und den sechsten Sieg in Serie. Dabei wird auch Dennis Habersack wieder dabei sein – der Flügelspieler fehlte zuletzt studienbedingt.

Hünfelds Trainer Uwe Hartmann, weiß um die Schwierigkeit gegen den Tabellenfünften: „Die schweben auf der Euphoriewelle und werden sicherlich Wiedergutmachung für das Hinspiel betreiben wollen.“ Aber Angst und Bange wird ihm nicht: „Wir haben zuhause meist gut ausgesehen, auch gegen die Spitzenmannschaften Bad Soden, Hessen Hersfeld und Lehnerz II.“ Eine gewisse Brisanz sieht Hartmann im Duell gegen seinen Vorgänger: „Auch wenn nur noch wenige Spieler übrig sind.“ Die beiden Übungsleiter kennen sich übrigens schon seit einer gefühlten Ewigkeit – Hartmann ist nur knapp drei Monate jünger als sein Gegenüber und des Öfteren spielen sie auch noch gemeinsam Fußball. Zum Beispiel am Samstag: Dann wollen beide für den Hünfelder SV den Titel bei den Stadtmeisterschaften der Alt-Herren verteidigen.

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