Hessenliga – Aufholjagd wird nicht belohnt – HSV verliert 2:3

Hessenliga – Aufholjagd wird nicht belohnt – HSV verliert 2:3

Darmstadt (jg) – www.osthessen-sport.de

Der Hünfelder SV bot im Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Darmstadt zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten an und musste sich am Ende dann mit 2:3 (0:3) geschlagen geben. In der Fußball-Hessenligapartie, in der es um nichts mehr ging, wurde die Aufholjagd Hünfelds nicht mehr belohnt.

„Wir haben die erste Halbzeit völlig verpennt, waren in der zweiten Halbzeit dann klar spielbestimmend, am Ende sollte es aber nicht mehr fürs 3:3 reichen“, resümierte HSV-Abteilungsleiter Joachim Hess, der Recht hatte, denn zur Pause war das Spiel eigentlich schon gelaufen: Erst schlief die Hünfelder Hintermannschaft bei einem schnellen Konter über die linke Seite, bei der Torjäger Blerton Muca in der Mitte nur noch den Fuß hinhalten musste. Beim 2:0 lief Sebastian Gensler nur neben Fabian Walter her, legte ihm dann auch noch unglücklich den Ball vor und Walter durfte einschießen. Muharrem Reka erhöhte kurz später auch noch auf 3:0 – er traf als die HSV-Abwehr vollkommen unsortiert wirkte. Hünfeld hatte auch die ein oder andere Möglichkeit, war aber nicht zwingend genug. Hatte aber auch Pech, als Alex Reith der frühe Führungstreffer wohl zu Unrecht wegen einer angeblichen Abseitsposition aberkannt wurde.

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Nach der Pause hätte erst Darmstadt erhöhen können, dann aber wurde auch der Gast lebendiger und spielte munter nach vorne: Interims-Kapitän Niclas Rehm scheiterte erst allein vor dem gegnerischen Tor, dann setzte Kevin Krieger einen Distanzschuss knapp daneben. Kurz später brach Rehm doch den Bann und traf mit einem herrlichen Freistoß aus 20 Metern genau in den Knick. Lukas Budenz machte das Spiel in der 79. Minute dann noch einmal richtig auf – er verkürzte in der Mitte freistehend nach Vorarbeit von Andre van Leeuwen. Zum Ausgleich sollte es aber nicht mehr reichen. Vielmehr ließ Darmstadt noch zwei ganz dicke Kontermöglichkeiten fahrlässig liegen.

Das Spiel hätte aber auch ganz anders laufen können, denn den ersten Aufreger gab es schon nach einer Viertelstunde: Hünfelds Wirbelwind Alex Reith war durchgebrochen, machte sich auf den Weg auf den herauseilenden Keeper Ante Knezovic und wurde von ihm kurz vorm Sechszehner rüde von den Beinen geholt. Reiths Schienbeinschoner war durchgetreten und das Schienbein blutete sogar. Schiedsrichter Patrick Haustein (Buseck) beließ es unverständlicherweise bei der Gelben Karte. Sowohl die Schwere des Fouls als auch die Tatsache, dass Knezovic letzter Mann war, hätten zwingend die Rote Karte erforderlich gemacht. Wer weiß, wie das Spiel gelaufen wäre, hätte Darmstadt 75 Minuten in Unterzahl und ohne etatmäßigen Torwart spielen müssen. Ein Ersatzkeeper fehlte nämlich auf der Darmstädter Bank. Zu allem Überfluss musste Reith kurz später auch noch verletzt raus. „Das war ein Knackpunkt fürs Spiel. Das ist eigentlich eine Rote Karte“, konnte auch Hess den Schiedsrichter nicht verstehen.

Auf der Gästebank hatte Hess übrigens reichlich Platz: Daniel Schirmer und Dennis Müller mussten passen, zudem schickte Trainer Oliver Bunzenthal noch das Trio Oliver Krenzer, Julian Rohde und Maurus Klüber als Unterstützung zur zweiten Mannschaft. Mit Sebastian Gensler und dem eigentlich noch nicht einsetzbaren Kapitän Dominik Weber waren lediglich zwei einsatzfähige Spieler mit nach Darmstadt gefahren ­– auch Hünfeld hatte keinen zweiten Torwart dabei.

Darmstadt: Knezovic; Müller, Klöber, Kalbfleisch (63. Melchior), Dukas, Falter, Kato, Walter, Reka, Do Vale Lopez, Muca (63. Seidel).

Hünfeld: Ruck; Belaarbi, Trabert, Budenz, van Leeuwen, Reith (23. Gensler), Rehm, Krieger, Witzel, Beck, Schwab (83. Weber).

Schiedsrichter: Patrick Haustein (Buseck)

Tore: 1:0 Blerton Muca (18.), 2:0 Fabian Walter (40.), 3:0 Muharrem Reka (43.), 3:1 Niclas Rehm (65.), 3:2 Lukas Budenz (79.)

Zuschauer: 60.

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