Hessenliga – Beim Derby stehen Hünfeld und Flieden unter Zugzwang

Hessenliga – Beim Derby stehen Hünfeld und Flieden unter Zugzwang

(jg) – www.osthessen-sport.de

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Ein Derby jagt das nächste für den Hünfelder SV: Nach der unglücklichen 0:1-Auftaktniederlage bei Aufsteiger Lehnerz geht’s jetzt gegen die Fliedener Buchonia. Und auch die hat beim 3:4 gegen Vellmar den Start vermasselt und einiges gutzumachen. Los geht das nächste Highlight der Fußball-Hessenliga am Samstag um 18 Uhr in der Rhönkampfbahn. Wie schon am vergangenen Wochenende wird eine regelrechte Hitzeschlacht erwartet, HSV-Trainer Dominik Weber konnte nach eigenem Gutdünken die richtigen Lehren daraus ziehen: „Wir haben in Sachen Taktik viel richtig gemacht in Lehnerz. Man kann bei dem Wetter nicht 90 Minuten pressen. Die Taktik ist deswegen auch ein Stück weit hitzegesteuert.“ Sein Gegenüber Martin Hohmann sieht das etwas anders: „Keine Mannschaft der Welt kann 90 Minuten pressen. Das geht sowieso nur situativ und das mache ich auch nicht von der Hitze abhängig“, erklärt der A-Lizenz-Inhaber, der von Montag bis Mittwoch auf einem internationalen Trainerkongress in Bremen mit prominenten Kollegen wie Thomas Doll, Torsten Lieberknecht oder Dieter Hecking verweilte. Einig sind sich die beiden aber in einer anderen Sachen: Richtig Druck habe man am Samstag noch nicht, bei einer weiteren Niederlage dann aber schon: „Die Ausgangslagen sind identisch: Die sind aus dem Pokal raus, wir sind aus dem Pokal raus. Wir haben das erste Spiel verloren und die haben das erste Spiel verloren“, macht Weber deutlich und meint: „Wir wollen unbedingt punkten.“ Was dafür besser als in Lehnerz und der 0:1-Pokalpleite am Dienstag bei Hessen Hersfeld laufen muss, weiß Weber genau: „Unser Manko ist ganz klar vorne. Wir schießen keine Tore. Ich habe schon überlegt, die Sturmspitze am Samstag gänzlich wegzulassen“, meint Weber ganz ernst. Christoph Neidhardt, Sebastian Alles, Maurus Klüber und Dennis Müller durften sich schon ganz vorne ausprobieren, die nötige Durchschlagskraft konnte keiner entwickeln. Dafür steht die Defensive schon sehr ordentlich beim HSV und genau dieser Bereich bereitet Hohmann im eigenen Team Kopfschmerzen: „Wir müssen defensiv viel besser arbeiten und das gilt nicht nur für die Viererkette, sondern für alle Positionen“, erläutert Hohmann, der auf den portugiesischen „Heilsbringer“ Sandro Silva hofft: „Ich weiß nicht, ob er am Wochenende schon spielberechtigt ist. Aber wenn ja, dann kann es gut möglich sein, dass ich ihn von Anfang an bringe.“ Kommunikationsprobleme gebe es dann sicherlich noch, allerdings traue Hohmann es ihm zu, die Probleme zu lösen. Stand Donnerstagmorgen war Silva noch nicht frei, Abteilungsleiter Frank Happ ist aber zuversichtlich, dass es klappen wird: „Wir gehen davon aus, dass er spielt.“ Ob für Julian Ankert nach seinem Dreierpack gegen Vellmar ein Platz in der Startelf frei wird, da will sich Hohmann nicht festlegen: „Er hat bewiesen, dass er eine echte Alternative sein kann. Falls Sascha Gies ausfällt, er hat die ganze Woche noch nicht trainiert, dann könnte ich mir auch einen Einsatz von Julian vorstellen.“ Gies droht auszufallen, Andreas Drews fällt aufgrund seiner Rotsperre sicher aus. Der Kapitän ist letztmals gesperrt. Beim HSV sind Sebastian Alles (Schlag auf den Knöchel) und Simon Grosch (Knieprobleme) angeschlagen. Ausfallen werden Sebastian Gensler (Knieprobleme) und Oliver Krenzer, der sich nach seiner Nasen-OP aber wieder auf dem Weg der Besserung befindet.

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