Hessenliga – Budenz und Alles sorgen für verdienten HSV-Sieg

Hessenliga – Budenz und Alles sorgen für verdienten HSV-Sieg

Hünfeld – Von Johannes Götze – Der Hünfelder SV kann ganz beruhigt auf das kommende spielfreie Wochenende blicken: Gegen Kellerkind Kickers Offenbach II gelang ein vor allem aufgrund der zweiten Halbzeit verdienter 2:0 (0:0)-Heimsieg. In der Fußball-Hessenliga schob sich der HSV dadurch auf den zwölften Platz nach vorne.

„Das war ein von der 1. bis zur 90. Minute verdienter Sieg, auch wenn es vielleicht von außen nicht immer schön anzusehen war“, konstatierte HSV-Trainer Dominik Weber. Richtig schön anzusehen war das Spiel tatsächlich nicht, die ersten zehn Minuten mal ausgenommen, denn der HSV hatte sich eine Menge vorgenommen und legte los wie die Feuerwehr: Drei Ecken, ein Freistoß aus guter Position und zwei Großchancen von Christoph Neidhardt und Sebastian Alles brachten aber nichts ein.

Ein eklatanter Abwehrfehler des HSV brachte plötzlich Cem Kara 20 Meter vorm Tor in Position, der schob den Ball aus Bedrängnis aber knapp am verwaisten Tor vorbei. Die Situation brachte den HSV aber aus dem Konzept, der Zugriff im Mittelfeld fehlte, viele lange Bälle prägten das Spiel, das dadurch einschlief. Bis zur Halbzeit passierte also nicht mehr viel, erwähnenswert sind nur die teilweise heftig umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen von Martin Wiatrek: Der verweigerte sowohl Neidhardt als auch Felix Beck einen Elfmeter, gab auch in einigen anderen Situationen keine gute Figur ab. Seine Leistung „krönte“ er kurz vor Spielende, als er dem noch nicht verwarnten Lukas Budenz die Gelb-Rote Karte vor die Nase hielt, ihn dann aber korrekterweise weiterspielen ließ.

In den zweiten Durchgang starteten die Hünfelder dann wie in den ersten, doch diesmal trafen sie auch: Lukas Budenz marschierte unbedrängt durchs Mittelfeld, nahm sich 18 Meter halbrechts ein Herz und knallte den Ball flach ins linke Eck: „Der Trainer hat uns in der Halbzeit gesagt, dass wir auf dem nassen Platz schießen sollen, und das habe ich gemacht“, erklärte der Torschütze, der sich damit auch für die bärenstarken Leistungen in den vergangenen Wochen belohnte: „Ich denke, ich habe eine gute Vorbereitung gespielt, dann auch ein bisschen von den Verletzungen profitiert. Im Moment läuft es ganz gut.“ So gut, dass er sein lang ersehntes Hessenligator schoss.

In der Folgezeit kontrollierte Hünfeld das Spiel, vergaß aber sich zwingende Torchancen rauszuspielen. In der 75. Minute war es dann aber doch soweit: Eine Beck-Ecke verlängerte Tarek Belaarbi auf den langen Pfosten, dort stand Alles völlig blank und traf ins kurze Eck. Offenbach wehrte sich zwar nach Kräften, wurde aber nicht mehr gefährlich und so konnte Tim Gutberlet den Kasten für den HSV sauber halten – das erste Mal in dieser Saison.

Hünfeld: Gutberlet – Grosch, Belaarbi, Helmke, Beck – Trabert, Budenz (88. Klüber) – Neidhardt (83. Krenzer), Müller (80. Krieger), Alles – Rehm.

Offenbach: Hohmann; Cors (80. Daudi), Jamali, Ulbricht, Bartel, Fleischer, Wehner, Tolita (70. Paulowitsch), von der Burg, Kara, Amoako (80. Groß).

Schiedsrichter: Martin Wiatrek (Witzenhausen)

Tore: 1:0 Lukas Budenz (50.), 2:0 Sebastian Alles (75.)

Zuschauer: 200.

Gelb-Rote Karte: Philipp Fleischer (Offenbach, 88.)

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