Hessenliga: Das nächste Osthessenderby

Hessenliga: Das nächste Osthessenderby

von Ralph Kraus,www.torgranate.de

0:1 im ersten Punktspiel beim TSV Lehnerz, am Dienstag dann das Hessenpokal-Aus erneut mit 0:1 bei Hessen Hersfeld: Beim Hünfelder SV hätten man sich eine bessere Grundlage vor dem Osthessenderby am Samstag (18 Uhr) gegen Buchonia Flieden gewünscht.

fb-sl-2012-f-h-12Trainer Dominik Weber redet auch gleich mal Klartext: „Die Leistung in Hersfeld war absolut enttäuschend. Außer Felix Beck hatte da kein Spieler Hessenliga-Niveau. Zu Hessenliga-Fußball gehört auch Körpersprache und Zweikampfverhalten. Wir aber wollten alles nur spielerisch im Vorbeigehen lösen“, ärgert sich Weber. Doch der Coach bleibt gleichzeitig auch gelassen: „Das war ein Warnschuss zur rechten Zeit. Noch ist überhaupt nichts passiert, die Jungs müssen den Schalter gegen Flieden aber umlegen“, fordert Weber, der dann wieder auf Dennis Müller zurückgreifen kann.Dagegen droht Sebastian Gensler womöglich eine lange Pause. Gensler verletzte sich beim Spiel in Lehnerz am Knie. Mittlerweile war der Abwehrspieler im Krankenhaus, muss aber nun erst noch zur Kernspintomografie. Gensler klagt über Probleme am Außenmeniskus.In Flieden musste man unter der Woche derweil Trainer Martin Hohmann ersetzen. Der weilte beim internationalen Trainerkongress in Bremen unter Größen wie Dieter Hecking, Mirko Slomka oder Torsten Lieberknecht. Dafür leiteten Meik Voll und Andreas Drews im heimischen Flieden die Trainingseinheiten.

Kapitän Andreas Drews ist in Hünfeld letztmals gesperrt und muss so von draußen nochmal durch die Hölle gehen. „Das ist alles viel schlimmer und anstrengender, als wenn du selbst auf dem Feld stehst. Draußen wirst du regelrecht verrückt.“

Vor allem, wenn es so läuft wie gegen Vellmar. Vier Gegentore auf eigenem Platz gab es auch letzte Saison gegen Fernwald und Eddersheim zwei Mal. „Aber wir haben die erste Halbzeit total verschlafen, sind mit der robusten Spielweise von Vellmar überhaupt nicht klargekommen“, klagt Drews, der deshalb appelliert: „Wir müssen aus Hünfeld etwas mitnehmen. Wenn du erstmal die ersten beiden Spiele verloren hast, dann ist das keine schöne Situation, zumal es danach gegen Alzenau geht.“

Was die Saison angeht, so erhofft sich Drews einen Platz um Rang zehn. „Wenn wir da eintrudeln würden, wären am Ende alle zufrieden.“

Sein Trainer Martin Hohmann geht fest davon aus, dass Neuzugang Sandro Silva aus Portugal gleich in der Viererkette spielen wird. „Sollte die Spielberechtigung rechtzeitig vorliegen, dann könnte es gut sein, dass er gleich von Anfang an spielt. Er ist ein Spieler, der auch mal die Ruhe in brenzligen Situationen hat.“

Hohmann übrigens war von den vier Gegentoren gegen Vellmar nicht besonders überrascht. „Ich habe die ganze Zeit gewusst, dass wir in der Defensive Probleme haben und es unabhängig von der Viererkette nach hinten noch nicht passt.“ Außer dem gesperrten Drews hat Flieden alle Mann an Bord.

Indes wird es für die Hünfelder mal wieder Zeit für einen Sieg über Flieden. In den letzten vier Duellen gab es drei Remis und eine Niederlage. Der letzte HSV-Erfolg datiert vom April 2009. 3:1 hieß es damals in Rhönkampfbahn nach Toren von Fabian Kallee (2) und Tobias Hammerl bei einem Gegentreffer von Martin Kriwoschein. Bemerkenswert: Von damals sind bei Hünfeld nur noch „Johnny“ Helmke und „Toto“ Trabert mit dabei. HSV-Keeper Theisenroth spielte damals noch auf der Gegenseite im Tor.   

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