Hessenliga – Flieden siegt 3:1 in Hünfeld – Frühes Dietz-Tor entscheidend

Hessenliga – Flieden siegt 3:1 in Hünfeld – Frühes Dietz-Tor entscheidend

 

Hünfeld – Von Johannes Götze – www.osthessen-sport.de

Buchonia Flieden hat sich von der Auftaktniederlage in der Fußball-Hessenliga besser erholt als der Hünfelder SV und das Derby verdient mit 3:1 (2:0) in der Haunestadt gewonnen. 900 Zuschauer sahen kein typisches Derby, da wenig Emotionen im Spiel waren, der Gastgeber blieb sogar ohne Gelbe Karte.

Ein nicht gegebener Elfmeter in Minute 70 besiegelte die Hünfelder Niederlage: Debütant Sandro Silva ging gegen Hünfelds Kapitän Niclas Rehm im eigenen Strafraum viel zu ungestüm zu Werke und streckte den Stürmer nieder. Warum Schiedsrichter Martin-Frederik Kliebe (Hessisch-Lichtenau) weiterlaufen ließ, bleibt sein Geheimnis. Hätte Hünfeld auf 2:3 verkürzt, wäre vielleicht nochmal was gegangen. So aber nahm Flieden die drei Punkte mit nach Hause, auch weil Rehm, Kevin Krieger und Lukas Budenz in der Folge jeweils knapp scheiterten. Ab Mitte der zweiten Hälfte agierte Hünfeld stark und zeigte trotz des 0:3-Rückstandes Charakter. Da sich aber Flieden im Gegensatz zur Vorwoche stark verbessert zeigte, hingen die Trauben letztlich zu hoch. Vor allem die frühe Führung Fliedens vertrug die junge Heimmannschaft so gar nicht: „Das war auch der Knackpunkt für die Niederlage. Wir können so etwas einfach nicht so leicht wegstecken und schleppen das dann durch das ganze Spiel mit uns rum“, befand HSV-Trainer Dominik Weber.

Gerade einmal vier Minuten dauerte es, bis Stefan Dietz von der Hünfelder Schlafmützrigkeit profitierte und aus 14 Metern das 1:0 erzielte: Bei einem langen Zuspiel von Silva, der den Vorzug gegenüber Nicolai Sauer in der Innenverteidigung bekam, ging Tarek Belaarbi nicht energisch genug zum Ball, Dietz hatte dann zu viel Platz und Zeit, um sich zu drehen und dann zu treffen: „Der Tarek weiß selbst, dass er den Ball da einfach wegköpfen muss“, ärgerte sich Weber. Beim 2:0 durch Fabian Schaub kurz vor der Pause, sah dann die komplette HSV-Defensive ganz alt aus: Mittelstürmer Fabian Schaub zog aus 18 Metern ab und traf die Unterkante der Latte, den Abstauber aus kurzer Distanz machte Schaub dann selbst rein.

Das 2:0 hatte sich keineswegs angedeutet, war für Buchonen-Trainer Martin Hohmann dann aber letztlich entscheidend: „Das war der perfekte Zeitpunkt. Besonders in den ersten 20, 25 Minuten waren wir die spielbestimmende Mannschaft und hatten auch eine ganz andere Körpersprache im Vergleich zum Vellmar-Spiel.“ Die Halbzeitführung war verdient, allerdings ein Tor zu hoch. Die beste Phase im ganzen Spiel hatte der HSV nämlich nach rund einer halben Stunde: Mit gepflegtem Kurzpass-Spiel kamen die Hünfelder zu einigen guten Ausgleichschancen, die beste verpasste Rehm, der den Ball mit einem satten Schuss aus 16 Metern ganz knapp vorbeischoss.

Flieden kam dann wieder besser aus der Pause: Den Sack hätte Dimitrij Scheller in der 52. Minute schon zumachen müssen: Fabian Schaub setzte sich erst klasse gegen Helmke durch und spielte dann einen Zuckerpass auf Scheller. Dennis Theisenroth, der bei allen Gegentreffern machtlos war, behielt im Eins-gegen-Eins-Duell die Oberhand. Schaub selbst hatte kurz späte selbst noch eine gute Schusschance aus zwölf Metern, verzog aber leicht. Besser machte es dann der eingewechselte Gideon Betz, der mit einem seiner ersten Ballkontakte frei vorm Tor ganz cool blieb und sein erstes Hessenligator erzielte. Maurus Klüber, ebenfalls eingewechselt, verkürzte kurz später nach tollem Pass von Christoph Neidhardt. Darüber ärgerte sich Hohmann dann noch: „Das war zu einfach. Ein Verteidiger spielt auf Abseits und der andere nicht.“ Mehr Kritik musste der siegreiche Coach aber nicht loswerden.

Hünfeld:  Theisenroth – Belaarbi (46. Krieger), Helmke, Witzel, Beck – Rumpeltes, Budenz – Rehm, Alles (60. Klüber), Neidhardt – Müller (71. Rohde).

Flieden: Ritzel – Pfeiffer, Rother, Silva, Hohmann – Birkenbach, Heil (75. Leibold)  – Dietz, J. Müller, Scheller (60. Betz)  – Schaub (82. Ankert).

Schiedsrichter: Martin-Frederik Kliebe (Hessisch-Lichtenau)

Tore: 0:1 Stefan Dietz (4.), 0:2 Fabian Schaub (42.), 0:3 Gideon Betz (63.), 1:3 Maurus Klüber (66.)

Zuschauer: 900

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