Hessenliga – HSV geht auf Zahnfleisch – Großbaustelle Abwehr?

Hessenliga – HSV geht auf Zahnfleisch – Großbaustelle Abwehr?

Hadamar (jg) – Jetzt kommt es knüppeldick für den Hünfelder SV: Der Fußball-Hessenligist wird, wenn es ganz hart kommt, beim Gastspiel in Hadamar am Samstag (15 Uhr) auf sieben der 19 Kaderspieler verzichten müssen. Nach drei Niederlagen in Serie verkompliziert das die ohnehin schwierige Situation noch zusätzlich.

 „Bei uns ist keine Hektik und wird auch keine gemacht. Weder in der Mannschaft, noch von der Vorstandsseite oder sonst irgendwo“, verfällt HSV-Trainer Dominik Weber nicht in Aktionismus. Und das ist auch augenscheinlich nicht nötig: Weber wurde trotz der 1:3-Niederlage gegen die U23 des FSV Frankfurt am Samstag nach dem Spiel vom Vorsitzenden Lothar Mihm in den Arm genommen und getröstet.  Dass es jetzt nach Hadamar geht, macht die Ausgangslage aber nicht besser: „Das wird eine bombenschwere Aufgabe. Da kannst du wenig einplanen. Zwar haben wir in der vergangenen Saison dort 1:0 gewonnen, da hatte unsere Mannschaft aber noch ein ganz anderes Gesicht.“

Und Weber hat Recht: Mit Felix Beck, Thorsten Trabert und Kevin Krieger kommen am Samstag gerade einmal drei Spieler für die Startelf in Frage, die vor knapp einem Jahr in Hadamar begann. Dennis Müller, möglicher vierter Kandidat, ist zwar wieder voll im Training, wohl aber noch keine Option: „Er braucht noch ein bisschen, um wieder 90 Minuten in der Hessenliga voran zu gehen“, kennt Weber den Fitnesszustand, des zuletzt wegen Probleme im Mittelfuß fehlenden Spielmachers.

Müller, einer der wichtigsten und besten Spieler beim HSV in der vergangen Saison, scheint aber endlich in Tritt zu kommen, wenigstens eine positive Nachricht aus dem Krankenlager. Wobei eine zweite gibt es auch noch: Andre van Leeuwen scheint im Reservespiel gegen Bronnzell das Glück auf seiner Seite gehabt zu haben. Der befürchtete Kreuzbandriss hat sich nicht bestätigt, laut Physio Siggi Larbig handle es sich wohl nur um eine Meniskusquetschung – zwei Wochen wird der Offensivspieler fehlen.

Ebenfalls gegen Bronnzell hat sich Oliver Krenzer – letzter Backup für Tarek Belaarbi – verletzt, Einsatz ungewiss. Gleiches gilt allerdings auch für Innenverteidiger Belaarbi, den es am Montag im Training erwischte. Steffen Witzel, etatmäßiger Innenverteidiger, wird in dieser Saison nicht mehr spielen: „Er war jetzt in Werneck. Es gibt keine Alternative zu einer OP. Das Kreuzband ist gerissen“, bedauert Weber. Defensivallrounder Sebastian Gensler fällt ohnehin noch aus, genau wie die etatmäßige Nummer 1 Dennis Theisenroth.

Zu allem Überfluss muss die Anreise nach Hadamar auch noch ohne Niclas Rehm angetreten werden: Der Kapitän muss ein wichtiges Pflichtseminar im Rahmen seines Studiums besuchen. „Wir müssen jetzt einfach das Abschlusstraining abwarten und sehen, ob vielleicht noch der ein oder andere zurückkommt. Ansonsten müssen wir vielleicht mit Spielern aus der zweiten Mannschaft auffüllen“, sagt Weber. Fallen Krenzer und Belaarbi aus, muss Weber das Bastelset für die Viererkette raussuchen: Alternativen sind rar, beispielsweise könnte Simon Grosch noch als Innenverteidiger auflaufen, dafür Lukas Budenz oder Toto Trabert außen verteidigen. Oder Weber stellt tatsächlich auf Dreierkette um, so wie schon vor Wochenfrist angedeutet.

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