Hessenliga – HSV vergisst sich zu belohnen und verliert 1:3

Hessenliga – HSV vergisst sich zu belohnen und verliert 1:3

Hünfeld – Von Johannes Götze – www.osthessen-sport.de

Eine aufgrund der ersten Halbzeit vollkommen unnötige und in der Summe zu deutliche 1:3 (0:0)-Niederlage musste der Hünfelder SV in der Fußball-Hessenliga gegen die U23 des FSV Frankfurt hinnehmen. „Schuld“ an der Niederlage war der überragende Lukas Ehlert, der zwei Tore machte und noch eines herrlich auflegte. Unnötig, weil der HSV in Halbzeit eins die bessere Mannschaft war, aber klarste Chancen vergab.

„Wenn wir so wie heute in der ersten Halbzeit hier und letzte Woche in der zweiten Halbzeit in Jügesheim gespielt hätten, dann hätten wir wahrscheinlich 3:0 gewonnen“, meinte HSV-Trainer Dominik Weber. Allerdings schafft es der HSV im Moment nicht, 90 Minuten eine konzentrierte Leistung auf den Platz zu bringen und so ist gegen die Spitzenmannschaften der Hessenliga nichts zu holen.

Hünfeld begann höchst engagiert, war den hocheingeschätzten Frankfurtern auch spielerisch überlegen und erspielte sich nach einer kurzen Abtastphase ein klares Chancenplus. In der 12. Minute spielte HSV-Keeper Tim Gutberlet auf Christopher Neidhardt, der bediente Maurus Klüber. Klüber spielte noch den letzten Verteidiger aus, schoss den Ball dann aber zu unpräzise dem FSV-Keeper Jannis Pellowski in die Arme. Kurz später schloss dann Neidhardt aus spitzem Winkel ab, Pellowski reagierte klasse, allerdings hätte Neidhardt den freien Klüber in der Mitte bedienen müssen. Das machte er dann in der 25. Minute, allerdings schob Klüber den Ball aus fünf Metern am leeren Tor vorbei. Neben den drei dicken Chancen hatte Hünfeld auch noch zahlreiche vielversprechende Aktionen, aber entweder fehlte der letzte Pass oder aber der Schiedsrichter entschied auf Abseits.

Vom FSV kam hingegen im Spiel nach vorne so gut wie nichts. Gutberlet brachte die Gäste nach 35 Minuten dann aber urplötzlich ins Spiel: Der Keeper nahm einen Rückpass von Lukas Budenz auf, Marcel Kaffenberger schoss den Ball dann auch überlegt ein, der Schiedsrichter pfiff das Tor aber weg, weil ein Frankfurter Gutberlet behindert haben soll. Die Frankfurter reagierten auf die umstrittene Situation trotzig, hätten vor der Halbzeit schon die Führung erzielen können, allerdings scheiterte David Hoilett zweimal mehr an sich selbst als an der Hünfelder Defensive.

Nach der Pause legten die Frankfurter dann los wie die Feuerwehr: Einen einfachen Ball in die Spitze nutzte der vollkommen blanke Ehlert zur Führung. Johnny Helmke gab dabei keine Figur ab, er spielte zum Missfallen von Weber auf Abseits. Nicht einmal zwei Minuten waren da gespielt. Nur drei Minuten später legte der Ex-Eintrachtler Ehlert nach: Eine Flanke von Dustin Ernst nagelte er technisch hochanspruchsvoll volley ins Eck. Das Spiel war spätestens gelaufen als Ehlert Ernst bediente, der denn Ball ebenfalls gekonnt aus der Luft ins Eck knallte. Der FSV war auch in der Folgezeit besser, Hünfeld war auf Schadensbegrenzung bedacht, Weber brachte Toto Trabert als weitere Absicherung. Der HSV konnte kurz vor Schluss dann tatsächlich noch Ergebniskosmetik betreiben: Neidhardt verwandelte einen an ihm selbst verursachten Elfmeter ganz abgezockt. Zu mehr sollte es nicht mehr reichen.

Weber trommelte seine Mannen nach Abpfiff im Mittelkreis zusammen und schwor sie auf die verbleibenden sechs Spiele in der Hinrunde ein: „Ich hab den Jungs gesagt, dass wir jetzt noch fünf Spiele gegen Mannschaften aus dem unteren Drittel haben, da müssen wir da sein. Heute wären es ohnehin nur Bonuspoints gewesen.“ Der Coach hatte früh seinen schwachen Kapitän Niclas Rehm runtergenommen: „Der Nici ist ganz wichtig für uns, auch ihm ist mal ein etwas schwächeres Spiel verziehen.“

Hünfeld: Gutberlet – Grosch, Belaarbi, Helmke, Beck – Alles, Budenz – Neidhardt, Krieger (63. Trabert), Rehm (53. Rohde) – Klüber.

FSV Frankfurt: Pellowski; Sembene, Ahamed, Azaouagh (75. Purcell), Alikhil, Ehlert (70. Benamar), Hoilett, Belegu, Kaffenberger, Ballmert, Ernst.

Schiedsrichter: Manuel Winkler (Bad Arolsen)

Tore: 0:1 Lukas Ehlert (47.), 0:1 Lukas Ehlert (50.), 0:3 Dustin Ernst (62.), 1:3 Christoph Neidhardt (87., Foulelfmeter)

Zuschauer: 280.

FSV-Frankfurt-09-2013-1

 

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