Hessenliga – Hünfeld verliert gegen leidenschaftliches Alzenau 0:1

Hessenliga – Hünfeld verliert gegen leidenschaftliches Alzenau 0:1

Hünfeld – Von Johannes Götze – www.osthessen-sport.de

Zweites Heimspiel – zweite Niederlage: Der Fußball-Hessenligist Hünfelder SV musste sich Bayern Alzenau in einem typischen 0:0-Spiel mit 0:1 (0:0) geschlagen geben. Vom HSV kam alles in allem zu wenig, um gegen den in einer Minikrise steckenden Regionalligaabsteiger etwas Zählbares mitzunehmen.

 Den einzigen Treffer erzielte Ignat Chekmazov in der 70. Minute, als er in eine Freistoßflanke von Timo Dauber perfekt einlief und aus fünf Metern ins kurze Eck einschoss. In der Folge machte der HSV hinten auf, kam aber nur zu zwei Ausgleichschancen: Einmal setzte sich Kapitän Niclas Rehm über links durch, traf den Ball aus 18 Metern richtig gut, setzte ihn aber hauchdünn neben den kurzen Pfosten. Bei der anderen Szene  rückte Schiedsrichter Patrick Haustein (Buseck) in den Mittelpunkt: Hünfelds Mittelstürmer Christoph Neidhardt wurde im Strafraum freigespielt, drehte sich um Alzenaus Kapitän Daniel Müller und stand plötzlich blank vor Keeper Ricardo Döbert. Müller riss Neidhardt von hinten um und hinderte ihn am Torschuss. Zum Entsetzen der Hünfelder und zur Verwunderung der Alzenau blieb Hausteins Pfeife stumm. „Ich weiß nicht, was er da gesehen hat. Klarer geht’s aber nicht mehr“, war HSV-Trainer Dominik Weber sauer. Sein Gegenüber Marco Roth wollte seinen Abwehrchef, der sich total verschätzt hatte, nicht in die Pfanne hauen: „Ich stehe 80 Meter weg und kann es nicht genau beurteilen.“ In den verbleibenden zehn Minuten ließ Alzenau noch zwei dicke Konterchancen liegen. Von Hünfeld war außer dem unrühmlichen Höhepunkt von Kevin Krieger nichts mehr zu sehen. Der Youngster ließ sich in der Nachspielzeit zu einem Tritt gegen den am Boden liegenden Alzenauer Tobias Bystrek hinreißen. Der Tritt war nicht heftig, die Rote Karte ging aber absolut in Ordnung.

Bis zum Tor war die junge Alzenauer Mannschaft das bessere, weil leidenschaftlichere Team. Chancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Gegen die verunsicherten Gäste verpasste es Hünfeld das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen: „Ich habe heute keinen Führungsspieler auf dem Platz gesehen. Wir haben uns viel zu sehr mit unwichtigen Dingen wie Schiedsrichter und Gegenspieler beschäftigt und uns nicht auf den Fußball konzentriert. Der Sieg für Alzenau ist verdient“, konstatierte der enttäuschte Weber. Roth war hingegen richtig happy: „Da sind viele Steine runtergefallen. Wir haben in den anderen Spielen fußballerisch ja auch schon überzeugt, diesmal haben wir aber auch richtig Leidenschaft gezeigt und Fußball gearbeitet.“ Bei den Unterfranken hatte es unter der Woche richtig gekracht. So fehlte Max Grammel im Kader: „Ihm hab ich freigegeben“, meinte Roth lapidar, der sich nicht genauer äußern wollte, nur vielsagend meinte: „Die Entscheidungen, die wir getroffen haben, waren die richtigen.“

Hünfeld: Theisenroth – Rumpeltes, Helmke, Witzel (65. Grosch), Beck – Budenz, Trabert (71. Alles) – Krieger, Müller, Rehm – Neidhardt.

Alzenau: Döbert; Bystrek, Fritscher, Müller, Steigerwald, Koukalias, Weitzel (60. Alexander), Boateng, Chekmazov (90. Tautorat), Dauber, Franz.

Schiedsrichter: Patrick Haustein (Buseck)

Tor: 0:1 Ignaz Chekmazov (70.)

Zuschauer: 280.

Rote Karte: Kevin Krieger (Hünfeld, 90.+2) wegen Tätlichkeit.

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