Hessenliga – Hünfelder SV improvisiert und holt einen Punkt

Hessenliga – Hünfelder SV improvisiert und holt einen Punkt

Hadamar (sk) –www.osthessen-sport.de

In der Fußball-Hessenliga erkämpfte sich der Hünfelder SV mit einer stark ersatzgeschwächten Mannschaft  einen Punkt in Hadamar. Die Partie endete 1:1 (0:1) unentschieden.

„Wir haben uns durch unseren Einsatz und Willen den Punkt verdient. Wir fahren mit einem sehr guten Gefühl nach Hause“, freute sich der Hünfelder Coach Dominik Weber nach dem Schlusspfiff.  Der HSV-Trainer musste vor der Partie ordentlich improvisieren. Er hatte viele Ausfälle zu verkraften, sich taktisch aber einiges überlegt: Vize-Kapitän Dennis Müller, der eigentlich in der Offensive zu Hause ist, stellte er neben Johannes Helmke in die Innenverteidigung. Sebastian Alles rückt auf die „Zehn“ nach vorne und Christoph Neidhardt wechselte auf die linke Seite. Und die taktischen Umstellungen fruchteten. Die Gäste ließen auf dem kleinen Platz zunächst nicht viel zu. Je länger das Spiel jedoch dauerte, desto ballsicherer und feldüberlegener wurde Hadamar. Die Gastgeber kamen jetzt auch zu Tormöglichkeiten und der HSV zeigte gerade bei Standardsituationen immer wieder kleinere Unsicherheiten. Schüsse von Moritz und Will gingen knapp links vorbei, ebenso ein Kopfball von Kretschmer. Die beste Möglichkeit hatte jedoch der Japaner Takushima. Sein Kopfball wurde von HSV-Keeper Tim Gutberlet gerade noch an den Pfosten gelenkt. Die einzige Torannäherung für die Gäste hatte Dennis Müller. Sein Freistoß aus 20 Metern stellte aber kein Problem für den Hadamaer Torwart Strauch da.  Aufgrund des klaren Chancenplus für die Gastgeber konnte Hünfeld froh sein, mit einem 0:0 in die Pause gehen zu dürfen.

Nach der Pause das gleiche Bild. Hadamar zeigte weiter die bessere Spielanlage und ging in der 60. Minute auch völlig verdient in Führung. Nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte verlängerte Takushima den Ball per Kopf auf Torjäger Steffen Moritz. Dieser überwand den etwas zu weit vor seinem Tor stehenden HSV-Keeper Tim Gutberlet mit einer Bogenlampe ebenfalls per Kopf. Den Treffer erzielte Moritz übrigens mit einem Dieter Hoeneß-Gedächtnis-Turban. Er war in der ersten Hälfte mit seinem ehemaligen Studienkollegen Johannes Helmke zusammengeprallt und hatte sich eine Platzwunde zugezogen. Der Gegentreffer schien die Gäste aber nicht sonderlich geschockt zu haben. Sie standen in der Defensive sicher und ließen keine weiteren Torchancen mehr zu. Nach vorne ging bei ihnen jedoch auch nicht viel.  „Die Jungs haben sich nach dem Rückstand berappelt und sich im Spiel gehalten“, so Weber. In der 87. Minute belohnten sich die Haunestädter dann selbst. Der mittlerweile nach vorne gerückte Dennis Müller, der eingewechselte Oliver Krenzer war für ihn in die Innenverteidigung gerückt,  brachte eine schöne Flanke auf den langen Pfosten. Dort stand Christoph Neidhardt goldrichtig und drosch den Ball aus fünf Metern in den Winkel. Es war der erste ernstzunehmende Schuss auf das Tor der Gastgeber. Dementsprechend groß fiel der Jubel der Hünfelder aus.In der Schlussphase gab es noch jeweils eine Chance auf beiden Seiten. Am Ende blieb es aber beim 1:1 Unentschieden. „Wir mussten viele Umstellungen vornehmen. Die Jungs haben das aber taktisch sehr gut umgesetzt. Vor allem Dennis Müller hat das richtig gut gemacht“, zollte Weber seiner Mannschaft Lob.

Hadamar: Strauch; Kuczok, Groß, Schwertel, R. Böcher, Kretschmer, Leopold, Wilk, Takushima, Yamauchi (82. Fürbeth), Moritz.

Hünfeld: Gutberlet – Grosch, Helmke, Müller, Beck – Trabert, Budenz – Krieger (78. Krenzer), Alles (62. Rohde), Neidhardt – Klüber.

Schiedsrichter: Janek Steitz (Bad Homburg)

Tore: 1:0  Steffen Moritz (60.), 1:1 Christoph Neidhardt (87.)

Zuschauer: 200.

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