Hessenligist Hünfelder SV ist am Abend in der ersten Runde des Hessenpokals überraschend ausgeschieden.

Hessenligist Hünfelder SV ist am Abend in der ersten Runde des Hessenpokals überraschend ausgeschieden.

Beim Gruppenligisten Hessen/Spvgg. Hersfeld verlor der HSV mit 0:1 (0:0) – und das absolut zu Recht. Der Favorit trat in den 90 Minuten nie auf wie ein Team, das zwei Klasse höher spielt. Auch die Tatsache, dass Leute wie Dennis Müller oder Sebastian Gensler fehlten, greift nicht, denn auch bei den „Hessen“ fehlten mit Torjäger Lorenz sowie Dennis Pfalzgraf und Oelschläger gleich drei Mann aus der Stammelf.

Die für lange Zeit einzig zwingend Torchance für Hünfeld entwickelte sich nach einem Solo von Niclas Rehm, als Hessen-Keeper Ernst zur Ecke klärte (12.). Sonst kam vom HSV nach vorne nicht viel. Allerdings hatte die Truppe von DominikWeber auch Pech. So als nach der anschließenden Ecke ein klares Tor nicht gegeben wurde, obwohl der Torhüter, der sich den Ball selbst über die Linie schlug, kein bisschen behindert wurde (14.). Auch der Abseitspfiff gegen Felix Beck, der alleine auf Ernst zulief, war mehr als zweifelhaft (15.).
Das alles war aber keine Entschuldigung für das Ausscheiden. Hünfeld legte schlichtweg viel zu wenig Elan und Bereitschaft an den Tag, dieses Spiel zu gewinnen. Hier war Hersfeld klar im Vorteil. „So was kann immer wieder mal passieren. Diesmal hat es eben uns erwischt“, nahm Abteilungsleiter Joachim Hess die Niederlage recht gelassen. „Wenn der Gegner 120 Prozent bringt und bei dir eine ganze Schippe fehlt, dann sind auch zwei Klassen kein großer Unterschied mehr.“
Und so war fast alles so wie vor 24 Jahren. 1989 trafen sich beide Clubs nämlich an gleicher Stelle in der Landesliga (damals vierte Liga), und es kam zum Duell der heutigen Spielerväter Uwe Rumpeltes gegen Winfried Gutberlet. In einem der letzten Pflichtspiele der beiden Clubs gewannen  die Hessen auch damals – mit 2:0. Indes macht Joachim Hess macht deutlich, „dass wir schon in die nächste Runde kommen wollten und uns dort einen attraktiven Gegner gewünscht haben.“ Dazu war Hünfeld aber zu schwach.

Hersfeld: Ernst; Orth, M. Pfalzgraf, May, Winkler, Fey, Ries (90. Kammerzell), Reiche, Krumme, Geist (81. Creutzburg), Prokopenko.
Hünfeld: Gutberlet; Belaarbi, Witzel, Helmke, Beck, Budenz, Rumpeltes, Rohde, Krieger (60. Neidhardt), Rehm, Alles (74. Trabert).

Schiedsrichter: Marco Buchenau (Sontra).

Zuschauer: 250.

Tor: 1:0 Michael Geist (62.). Besonderes Vorkommnis: Roman Prokopenko (Hersfeld) schießt Foulelfmeter an den Pfosten (16.). Gelb-Rot: Sascha Rumpeltes (HSV, 87.).

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