HSV ist nach der Vorbereitung gut gerüstet und alle Mann sind bis in die Haarspitzen motiviert

HSV ist nach der Vorbereitung gut gerüstet und alle Mann sind bis in die Haarspitzen motiviert

Die Premiere des TSV  Lehnerz in der Hessenliga hätte kaum einen schöneren Rahmen bekommen können. Gleich zum Auftakt kommt es am morgigen Samstag (18 Uhr) zum Derby gegen den Hünfelder SV.

Nach 16 Jahren in der Verbandsliga und mehreren vergeblichen Anläufen, um in die Hessenliga aufzusteigen, ist die Vorfreude im Lager der Lehnerzer riesig. „Die Euphorie im Umfeld ist deutlich zu spüren. Das merkt man schon daran, wie man den Platz und das Drumherum für die neue Saison herrichtet, wobei ich glaube, dass man nicht völlig fertig werden wird, weil es doch enorm viel Arbeit ist“, so TSV-Trainer Henry Lesser.

Was seine Startaufstellung angeht, legt sich der Coach weitgehend fest. „Man kann die Aufstellung aus dem Kreispokalfinale letzten Samstag gegen Flieden nehmen. Da gibt es vielleicht noch zwei Positionen, bei denen ich nachdenke, diese umzubesetzen. Aber das Gerüst wird so bleiben.“

Neu wird sein, dass die Lehnerzer alle Spiele filmen werden, um in den Tagen danach eine genaue Videoanalyse vorzunehmen. Extra dafür wird eine erhöhte Plattform errichtet.

Das Sagen auf dem Feld soll auf viele Schultern verteilt werden. „Das fängt bei Torwart Benedikt Kaiser an, der viel redet. Auch die Innenverteidiger organisieren von hinten heraus lautstark, und Kevin Steudter ist ja auch noch da“, erklärt Lesser, der keinerlei personelle Probleme hat.

Ohnehin fällt auf, dass die Lehnerzer seit Lesser dort Trainer ist – kaum verletzte Spieler hatten. Zufall? „Auf jeden Fall. Das kann man als Trainer nicht beeinflussen. Man braucht ganz viel Glück. Ein Jahr hat man es mehr, in einer Saison dann wieder weniger. Ich habe es auch schon anders erlebt“, sagt Lesser, dessen Verein ganz nebenbei eine irre Serie zu verteidigen hat: 17 Monate und 44 Punktspiele lang sind die Lehnerzer nämlich nun schon am Stück ungeschlagen. Trainer Henry Lesser hat noch nie ein Pflichtspiel mit den Lehnerzern verloren.

Auf Seiten der Hünfelder rückt das Debüt von Dominik Weber als neuer Trainer in den Blickpunkt. Im Spiel eins nach Oliver Bunzenthal wird sich aber rein von der taktischen Ausrichtung her nicht viel ändern: „Wir werden das 4-2-3-1 beibehalten. Dieses System haben die Spieler verinnerlicht. Darin sind wir sicher“, weiß Weber, der zwischendrin auch mal etwas anderes probierte. „Ich wollte eigentlich auch mal ein 4-4-2 spielen lassen. Das haben wir dann auch in der Vorbereitung ein Mal gemacht – mit mäßigem Erfolg.“
Das Rennen um den Platz im Hünfelder Tor hat indes Dennis Theisenroth gewonnen. „Aber es war knapp: Tim Gutberlet hat einen richtig guten Eindruck hinterlassen. Ohnehin haben beide im speziellen Training mit Mario Gerstung voll überzeugt und sich reingehängt. Mit der Arbeit von Mario bin ich sehr zufrieden. Er arbeitet selbstständig, so wie er das für richtig hält.“ Doch Weber macht auch eines klar: „Wer letztlich im Tor steht, dass entscheide ich ganz alleine.“

Verzichten muss der HSV noch auf „Johnny“ Helmke. Der 27-Jährige ist der älteste im Team. Allerdings hat Helmke – im „richtigen“ Leben Lehrer in Köln – erst in dieser Woche Ferien bekommen. „Deshalb hat er bislang eigentlich auch nie richtig trainiert. Klar würde uns seine Erfahrung gleich im ersten Spiel gut tun, aber letztlich zählt auch die Trainingsbeteiligung“, so Weber.

Helmke wechselt zum neuen Schuljahr aber an eine Schule nach Fulda und steht deshalb ab sofort zu jeder Trainingseinheit zur Verfügung. „Johnny wird uns diese Runde noch viel helfen“, weiß Weber. Seine Rolle als Kapitän auf dem Feld übernimmt Niclas Rehm. Der wurde nicht gewählt, sondern von Weber bestimmt. Stellvertreter sind Sebastian Gensler und Dennis Müller.

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