Kreispokal Lauterbach-Hünfeld – Van Leeuwen macht’s in Minute 119

Kreispokal Lauterbach-Hünfeld – Van Leeuwen macht’s in Minute 119

Steinbach – Von Johannes Götze – www.osthessen-sport.de

Nur noch einen Schritt muss der Hünfelder SV machen, um den Fußball-Kreispokal Lauterbach-Hünfeld zu gewinnen. Der Hessenligist gewann das Halbfinale beim Evergreen in Steinbach mit 2:1 (1:1, 1:1) nach Verlängerung. Erst in der 119. Minute entschied André van Leeuwen das Spiel auf Augenhöhe. Im Finale wartet jetzt der Kreisoberligist TSV Ufhausen und das steigt am Mittwoch um 19 Uhr in Ufhausen.

 Als sich die rund 350 Zuschauer aufmachten, sich die besten Plätze fürs Elfmeterschießen zu sichern, machte ihnen van Leeuwen einen Strich durch die Rechnung: Der Zehner drückte den Ball aus kurzer Distanz rein, nachdem er mustergültig vom über links durchgebrochenen Maurus Klüber freigespielt wurde. Van Leeuwen beendete damit ein Spiel, das vor allem von der Spannung und weniger von seiner Klasse lebte. Beiden Mannschaften war die frühe Phase der Vorbereitung anzusehen. Die Spritzigkeit ging den meisten Spielern mit zunehmender Spielzeit ab, der Wille nahm dafür zu – gewinnen wollten nämlich beide Mannschaften in der Schlussphase unbedingt.

Den Willen bei seinem Team vermisste Hünfelds Trainer Dominik Weber in der ersten Halbzeit komplett: „Da haben die Grundtugenden, die zu jedem Spiel gehören, gefehlt. Dementsprechend fiel auch meine Ansprache aus.“ Für die Leistung danach sprach er hingegen Kompliment aus: „Wir haben fast nichts mehr zugelassen und hätten das Spiel früher entschieden können oder sogar müssen.“ Weber dachte dabei an die Großchancen von Klüber und van Leeuwen kurz vorm Ende der regulären Spielzeit. Er vergaß aber auch nicht den Seitfallzieher von Steinbachs Florian Münkel, der den Ball knapp übers Tor setzte.

Steinbachs Trainer Kalle Müller, der wie zahlreiche anderen Akteure auch schon für die „Gegenseite“ aktiv war, war hingegen voll zufrieden mit der Partie, sah wie Weber keinen Klassenunterschied, musste aber konstatieren: „Es war halt wie immer: Egal wie man spielt, am Ende gewinnt Hünfeld.“ Dass der HSV am Ende den Finaleinzug buchte, lag auch daran, dass Niclas Rehm sein Team nach einer knappen halben Stunde zurück ins Spiel brachte, als er nach klugem Pass von Christoph Neidhardt frei vorm Tor die Nerven behielt. Die Führung für Steinbach besorgte gut zehn Minuten vorher Marcel Müller, der eine Flanke von Sebastian Bott wuchtig mit dem Kopf verwertete.

Steinbach: Pappert – S. Bott, Becker, Trabert, F. Wiegand (46. Fladung) – Müller (84. Laibach), Terentew – Adel, Münkel, Kvaca – Laibach (59. Krimmel).

Hünfeld: Theisenroth – Grosch, Gensler, Witzel, Beck (66. Budenz) – Trabert, Rumpeltes (80. Rohde) – Neidhardt, Rohde (64. van Leeuwen), Rehm – Müller (46. Klüber).

Schiedsrichter: Holger Muschik (Roßbach)

Tore: 1:0 Marcel Müller (20.), 1:1 Niclas Rehm (28.), 1:2 André van Leeuwen (119.)

Zuschauer: 350.

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