Verbandsliga – Weber fordert mehr Disziplin – Ullrich: Nichts zu verlieren

Verbandsliga – Weber fordert mehr Disziplin – Ullrich: Nichts zu verlieren

Hünfeld/Bad Hersfeld (fs) – www.osthessen-sport.de

Derbyzeit in der Fußball-Verbandsliga: Der Hünfelder SV empfängt am Dienstagabend (19 Uhr) in der heimischen Rhönkampfbahn den SVA Bad Hersfeld. Während die Asbacher beim Meisterschaftsfavoriten nichts zu verlieren haben, will der HSV im ersten Punktspiel nach fast 14 Tagen zurück in die Erfolgsspur.

 

Wegen der Hochzeit von Fabian Kallée, Co-Trainer beim SVA und Spielertrainer bei der Reserve, wurde die Partie auf Dienstag verlegt. Das Verhältnis von „Fabse“, früher für den HSV in der Hessenliga auf Torejagd, nach Hünfeld ist immer noch prima, deshalb war auch eine große Vertretung mit dem Mannschaftsbus bei Kallées Polterabend. Von irgendwelchen Sentimentalitäten will HSV-Trainer Dominik Weber dann aber doch nichts wissen: „Wir haben in Kassel verloren und sind in der Bringschuld. Wir wollen die Punkte bei uns behalten und die Abstände verkürzen, da die anderen Mannschaften mehr Spiele haben als wir.“ Erst Ende Juli waren beide Teams im Hessenpokal aufeinandergetroffen, Hünfeld gewann mit 1:0. „Die Eindrücke sind noch frisch. Da haben wir eine gute und konzentrierte Leistung abgerufen, genauso wollen wir auch am Dienstag die drei Punkte bei uns behalten“, erklärt Weber, der weiß, wo nach der Niederlage bei Hessen Kassel II die Hebel anzusetzen sind: „Es wird entscheidend sein, dass wir in der Defensive auch mal fehlerfrei spielen und dem Gegner nur wenige Möglichkeiten geben, ein Tor zu erzielen. Daran müssen wir arbeiten und von der ersten Minute an die nötige Konzentration mitbringen. Wir dürfen den Gegner nicht wieder stark machen, da müssen die Jungs mehr Disziplin an den Tag legen.“ Daniel Orth und Kevin Krieger fallen weiterhin aus, der restliche Kader ist hingegen mit dabei. Die Asbacher hält Weber übrigens für nicht so schlecht wie es die drei Niederlagen zum Start vermuten ließen: „Klar haben sie Substanz verloren, aber ich denke, dass sie sich aus den unteren Tabellenregionen befreien werden. Es sind ja erst drei Spiele gespielt, die kommen da wieder raus.“

Für SVA-Trainer Frank Ullrich ist die Ausgangslage vor dem Derby klar: „Wir haben nichts zu verlieren. Wir werden unser Möglichstes versuchen, etwas mitzunehmen.“ Gerade die 2:5-Niederlage gegen Melsungen steckt noch in den Köpfen, hier gilt es aufzupassen, dass sich der Negativtrend nicht verselbständigt: „Für uns ist wichtig, dass wir mal selbst in Führung gehen und da wieder sicherer werden. Wir sind da einfach noch zu grün, fast jedes entscheidende Tor bekommen wir durch Fehler in der Vorwärtsbewegung, da spielen wir zu kompliziert statt einfach. Aber wir haben in Hünfeld für meine Begriffe ein gutes Spiel gemacht, wichtig wird sein, dass wir in der Defensive wieder sicherer und kompakter stehen, nach vorne geht dann allemal was, allerdings lassen wir da noch zu viele Chancen liegen.“ Allerdings kehr Alex Ebinger wieder in die Startelf zurück, dafür rückt Christoph Wiegand eine Position nach vorne ins defensive Mittelfeld. „Dort hilft er der Mannschaft besser, dadurch sind wir besser aufgestellt“, ist Ullrich überzeugt. Allerdings fehlt mit den beiden Urlaubern Daniel Hanslik und Lukas Müller-Siebert auch ein Stück defensive Stabilität.

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