HSV – RW Darmstadt 2:2

HSV – RW Darmstadt 2:2

 Neidhardt sichert Punkt mit Doppelpack

Hünfeld (jg) – www.osthessen-sport.de

Christoph Neidhardt war es, den nach dem Spiel alle herzten, denn wie schon in der Vorwoche in Hadamar sicherte der Rechtsaußen dem Fußball-Hessenligisten Hünfelder SV einen Punkt. Zu mehr als einem 2:2 (1:1) sollte es auf der heimischen Rhönkampfbahn gegen RW Darmstadt nicht reichen, auch weil aus einer halben Stunde Überzahl viel zu wenig gemacht wurde.

„Wir hatten uns natürlich drei Punkte vorgenommen. Nachdem wir heute aber zweimal in Rückstand waren, wollen wir nicht unzufrieden sein, aber um den Schritt unten raus zu machen, brauchst du auch mal wieder einen Dreier“, konstatiert HSV-Trainer Dominik Weber, der mit seinem Team seit sechs Spielen auf einen Sieg wartet. Trotz des späten Ausgleichs durch Neidhardt (84.) war mehr drin, denn Darmstadt musste ab Minute 61 in Unterzahl agieren: „In Überzahl sind wir aber nicht geduldig geblieben. Wir haben es nicht hinbekommen, die Ruhe zu bewahren. Nach zwei, drei Stationen wurde gleich nach vorne gespielt, anstatt auf die Lücke zu warten. Außerdem sind wir zu oft in Eins-gegen-Eins-Duelle gegangen, in denen wir zu oft den Ball verloren haben“, bemängelt Weber.

Die Folge davon war, dass Blerton Muca zuerst eine Hundertprozentige für Darmstadt liegen ließ, später dann aber durch einen umstrittenen Foulelfmeter sein Team mit 2:1 in Führung schoss: Nach einem langen Ball gingen HSV-Verteidiger Tarek Belaarbi und Damiano Gruner Schulter an Schulter ins Laufduell, Gruner fiel und es gab Elfmeter. Tim Gutberlet hatte zu diesem Zeitpunkt schon lange den Ball aufgenommen. „Den Elfmeter darf man nicht geben. Das war lächerlich, aber scheinbar eine Konzessionsentscheidung, denn die Gelb-Rote gegen Darmstadt muss man auch nicht geben“, ärgert sich Weber. Neidhardt sorgte nach einem Freistoß von Felix Beck mit einem satten Schuss aus acht Metern dann zumindest noch für den Ausgleich, Dennis Müller hatte sogar noch den Siegtreffer am Fuß, bekam aber frei vorm Keeper keinen Druck mehr hinter den Ball.

In der ersten Hälfte entwickelte sich von Beginn an ein ausgeglichenes Spiel, mit einem kleinen Plus für Hünfeld. Die Führung erzielte allerdings der Gast: Einen Ball in die Schnittstelle zwischen Simon Grosch und Johnny Helmke erlief Ali Ibrahimaj, der Stürmer scheiterte im ersten Versuch am glänzend reagierenden Gutberlet, der mitgelaufene Ryo Kato musste den Nachschuss nur noch über die Linie drücken. Neidhardts Ausgleich wurde dann regelrecht erzwungen: Niclas Rehm hatte den Ball auf Müller durchgesteckt, seinen Schuss hielt Darmstadts Keeper Felix Martini klasse. Den Abpraller knallte Klüber drauf, wieder wurde der Schuss geblockt. Neidhardt machte es dann aus elf Metern besser und drosch die Pille Vollspann rein. Rehm hätte kurz vor der Pause dann sogar noch das 2:1 machen können, setzte einen Chipball nach klasse Vorarbeit von Maurus Klüber aber nur an die Unterkante der Latte.

Hünfeld: Gutberlet – Grosch, Helmke, Belaarbi, Beck – Budenz (79. Alles), Trabert (64. Krieger) – Neidhardt, Müller, Rehm – Klüber.

Darmstadt: Martini; Polat, Lohrer, Klöber, Kalbfleisch, Frisch, Ibrahimaj (68. Eifler), Kato, Gruner, Yildiz, Muca.

Schiedsrichter: Andre Klein (Offenbach)

Tore: 0:1 Ryo Kato (25.), 1:1 Christoph Neidhardt (31.), 1:2 Blerton Muca (74., Foulelfmeter), 2:2 Christoph Neidhardt (84.)

Zuschauer: 250.

Gelb-Rote Karte: Felix Kalbfleisch (RW Darmstadt, 61.)

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