Handball: Hünfeld bezwingt mühelos Vulkan

Handball: Hünfeld bezwingt mühelos Vulkan

 

Von Dirk Steffen www.fuldaerzeitung.de

Hünfeld

Nach den Misserfolgen der vergangenen Wochen ist dieses Spiel Balsam für die Seele gewesen. Der Hünfelder SV gewann gegen Vulkan Vogelsberg leicht und locker 41:21 (21:10).

„Das war nach langer Zeit mal wieder ein Spiel ohne Aufregung“, resümierte HSV-Trainer Gerald Birkel, der während der Partie überwiegend entspannt an der Hallenwand gelehnt hatte. „Wir sind aber teilweise unter unseren Möglichkeiten geblieben und hätten das Ergebnis noch höher schrauben können“, analysierte Birkel treffend.

In der Tat hatte die Begegnung mit dem seit einigen Wochen feststehenden Absteiger den Charakter eines lockeren Trainingsspiels. Der bisher punktlose Aufsteiger war zu keiner Zeit ein wirklicher Gegner. Obwohl zahlreiche Stammspieler, unter anderem Christian Krätzig, Tobias Abel, Cornelius Liebetrau und Alexander Unglaube, fehlten, war Hünfeld in allen Belangen deutlich überlegen. Dass der Vorsprung zur Pause „nur“ elf Tore betrug, lag daran, dass der HSV mitunter zu lässig bei den Torwürfen war und in der Abwehr gelegentlich die nötige Aggressivität vermissen ließ. Es reichte allerdings aus, auf die Fehler der Vogelsberger zu warten.

Dann fingen entweder ein Hünfelder Feldspieler oder der Torhüter einen Pass oder Torwurf des Gegners ab und passten den Ball weit nach vorne zu Fabian Sauer oder Thorsten Hinckel, die in der Regel sicher verwandelten.
„Wer von 21 Gegentoren zur Halbzeit 15 durch einen Tempogegenstoß einfängt, muss sich mal fragen, was er alles falsch gemacht hat“, sagte der Vogelsberger Mannschaftsbetreuer Manfred Höhl und fügte an: „Jeder, der dieses Spiel gesehen hat, versteht, wenn man dazu keinen Kommentar abgibt.“ Die Lauterbacher agierten auch nach der Pause viel zu langsam im Angriff und waren in der Abwehr mit den schnellen Hünfelder Kombinationen völlig überfordert.

Die Haunestädter nutzten dies für sehenswerte Anspiele und Kempa-Tricks von und mit Mark-Peter Dörge. Zudem setzte Birkel, der froh war, dass die zweite Mannschaft drei Spieler zur Verfügung gestellt hatte, einige Spieler aus der zweiten Reihe ein. Im Tor zeigte neben Tim Niklas Dörge auch Daniel Werner, der einst für Vogelsberg im Kasten stand, eine gute Leistung. Den „Kasten-Treffer“ zum 40:19 erzielte Alexander Jahn mit seinem einzigen Tor.

Für die Hünfelder war dieser Erfolg ein Pflichtsieg für den Klassenerhalt. Für Vogelsberg, die an diesem Abend nur mittleres Bezirksoberliga-Niveau zeigten, wird es schwer, in den verbleibenden Spielen noch den Ehrenpunkt zu ergattern. Das letzte Team, das sich mit null Punkten aus der Landesliga verabschiedete, war vor vier Jahren FT Fulda.

Hünfeld: T. Dörge, Werner; Sauer (13/2), Hinckel (8/1), Jahn (1), Wild (1), Olbert (4), Geinitz, Malkmus (2), Hyseni (1), M. Dörge (4), Witzel, Rehberg (7).
Vogelsberg: Hussok, Taday; Loll (3), Kröll, M. Wahl, Zander (5), T. Schmidt (1), A. Wahl (1), M. Schmidt (2), Heinemann (1), A. Schmidt, Peppler (8/4), Stocklöw, Heinrich.
Schiedsrichter: Löw/Schiller (Dreieich). Zuschauer: 200. Rote Karte: Heinemann (Zeitstrafen). Beste Spieler: Hinckel, Sauer, Wild – Hussok, Zander.

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